Altersarmut vermeiden, Freude in der Rente

Altersarmut im Rentenalter wird noch zu sehr unterschätzt. Die Zeiten in denen Männer zur Arbeit gegangen sind, Frauen zuhause den Haushalt erledigten und die Kinder hüteten ist vorbei – oder doch nicht? Heut zu Tage gehen mehr Frauen Vollzeit- oder Teilzeit zur Arbeit, egal ob mit oder ohne Kinder. Es trauen sich mehr zur Selbständigkeit und Firmengründungen. Fokussieren sich auf die Karriere und bekommen ggf. später Kinder.

Doch es gibt trotzdem auch noch Frauen, die in die Altersarmut abrutschen. Sie verlassen sich auf ihre Männer und machen sich finanziell abhängig. Doch falls sie irgendwann alleine stehen, kommen sie im schlimmsten Fall im Rentenalter in die Altersarmut.

Die Armutsgefährdungsquote bei Frauen in der Bevölkerung betrug im Jahr 2019 15,7% und bei Männern 13,9% . Mit zunehmendem Alter wir der Unterschied statistisch größer (Datenquelle: Destatis).

Ob Frauen nun arbeiten gehen oder nicht, die geschlechtsspezifische Diskrepanz der Rente ist groß.

In Europa lagen die durchschnittlichen Renten von Frauen im Jahr 2015 um 25% unter denen von Männern. In Deutschland betrug die Diskrepanz sogar über 40%, was uns im Ranking leider den 1. Platz beschert (Quelle: OECD Pension at a Glanze 2019).

Betroffen von der Altersarmut sind also nachweislich Frauen. Es werden zum Glück immer mehr Stimmen lauter, jung und alt, die auch darauf hinweisen. Immer mehr Frauen belesen sich zu diesem Thema und werden selbstbewusster und emanzipierter. Sie trauen sich ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Doch es sollten noch viel mehr werden! Es gibt noch zu viele, die meinen es trifft bestimmt nicht sie, bis am ende das schlimme erwachen folgt.

Was passiert wenn man in die Altersarmut kommt?

Wenn es doch soweit kommt und man im Rentenalter seinen Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren kann, stellt man beim Sozialamt einen Antrag auf Grundsicherung aus. Das geht ab einer Altergrenze von 67 Jahren. Ein fester Betrag wird damit nicht ausgezahlt sondern eine individuell ausgerechnete Summe. Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel diverse Einkommen und angesammeltes Vermögen. Auch der Familienstand wird miteinbezogen. Bezahlt werden damit Unterkunft, Krankenversicherung und notwendiger Lebensunterhalt.


Ältere Frau sitzt auf Fensterbank


Welche Perspektiven hat man um der Altersarmut entgegenzuwirken?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine davon wäre eine/n unabhängigen Finanzberater/in zu engagieren. Diese arbeiten nicht auf Provision und können die gesamte finanzielle Lage inklusive Versicherung und weiterer diverser Ausgaben analysieren und beratschlagen. Verträge und Versicherungen die nicht als sinnvoll erachtet werden sollten dann gekündigt werden.



Es gibt auch die Möglichkeit die aktuelle Rentenhöhe die man im Ruhestand voraussichtlich bekommt mit einem Online Rentenhöhenrechner herauszufinden. Damit ermittelt man die Höhe der Differenz die man in der Pension haben möchte.

Sobald man ausgerechnet hat wie viel einem in der Rente übrig bleibt und was der gewünschte Betrag sein soll den man tatsächlich haben möchte, geht es jetzt an die Finanzplanung.


Am besten ist es sein zu Geld sparen und nach Möglichkeit einen größeren Teil davon zu investieren, zum Beispiel in Immobilien. Entweder beließt man sich dafür in Bücher, informiert sich online oder geht zu einem Makler oder einem Bankberater und erkundigt sich über den Ablauf. Ein Immobilienkauf kann in zusammenarbeit mit einer guten Bank zu einem günstigen Zins und kleinerem Startkapital finanziert werden.

Wichtig beim Kauf ist es auf ein gute Rendite zu achten damit die Wohnung vom Mieter schnell abgezahlt wird und man im besten Fall vorher schon Gewinn damit macht.

Immer mehr Frauen trauen sich auch ihr Geld in ETF  (Exchange Traded Funds) zu investieren um ihre Rente später auf zu bessern.


Frau sitzt neben diagram

Was sind ETFs?

ETFs sind Investmentfonds die einen bestimmten passiven Index abbilden. Damit kann man schon mit einem kleinen Betrag in der Börse in Aktien investieren. Viele Menschen schrecken zurück wenn sie die Worte „Aktien“ und „Börse“ hören. Doch mit ETFs ist es möglich in vielen Aktienfonds gleichzeitig zu investieren, zum Beispiel in den Weltindex.

Es gibt die Möglichkeit einen Sparplan zu erstellen und regelmäßig in die vorab gewünschten ETFs zu investieren. Ebenso möglich ist auch direkt einen bestimmten Betrag einzuzahlen und für sich arbeiten zu lassen. Dies kann man jederzeit wiederholen sobald etwas mehr Geld zur Verfügung steht.

Diese Art von Investition in Aktienpapieren gilt als Risikoarm, doch Schwankungen in der Aktienkurve gibt es natürlich trotzdem. Daher empfiehlt es sich immer nach größeren Zeitlichen Abständen den akutellen finanziellen Stand zu kontrollieren. Am besten sollten sogar einpaar Jahre vergehen, damit man sich nicht verrückt macht.

Laut der Globalen ETF Studie 2020 von J.P. Morgan Asset Management wird sich das ETF-Wachstum fortsetzen wegen der gestiegenen Nachfrage nach Vermögensverwaltung, was auf das nachhaltige Investieren zurückzuführen ist.

Absolute Empfehlung zum Thema Altersarmut, Finanzen und ETF’s sind die folgenden Bücher. Es ist vor allem für Anfänger sehr leicht erklärt und verständlich geschrieben!

Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können

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Je früher man damit anfängt, desto mehr kann man sich im Alter zurück lehnen, der Altersarmut vorbeugen und seine Rentenzeit genießen, frei und unabhängig!